Neueste Artikel

Petition soll Straßenausbaubeiträge abschaffen

Halingen. Zwischenbilanz des Halinger Arbeitskreises: Knapp 400 Mendener unterschreibe, um die Erhebung von Straßenbaubeiträgen abzuschaffen.

Die Petition nimmt an Fahrt auf: Knapp 400 Mendener haben sich mit ihrer Unterschrift dafür eingesetzt, die Erhebung von Straßenausbaubeiträgen abzuschaffen. Im Fokus steht die Sanierung der Halinger Dorfstraße, für die gerade die Anwohner tief in die Tasche greifen sollen. Marion Koch, eine der Halinger Initiatorinnen, zeigt sich überwältigt von den Reaktionen.

19 Prozent der Unterschriften

Hintergrund der Aktivitäten des Halinger Arbeitskreises ist, dass die Anlieger hohe Kosten auf sich zukommen sehen, wenn die Dorfstraße saniert werden soll. Diese wurde in den vergangenen Monaten wegen der Großbaustelle an der Provinzialstraße durch zusätzlichen Umgehungsverkehr belastet. Deshalb ruft der Arbeitskreis dazu auf, die Petition „Abschaffung von Straßenausbaubeiträgen in Nordrhein-Westfalen“ (www.openpetition.de/!mdmdk) online zu unterstützen. Dort sind derzeit 19 Prozent der erforderlichen Unterstützer-Unterschriften eingegangen.

Existenzbedrohend

„Das Feedback, das wir bekommen haben, ist gewaltig“, bilanziert Marion Koch. „Viele Menschen merken erst, wie wichtig das Thema ist, wenn sie selbst betroffen sind. Dann sehen sie, dass das Ganze existenzbedrohend sein kann.“ In den nächsten Jahren stehen in Menden etliche Straßen auf der Sanierungsliste. „Viele Straßen sind so löchrig, dass die kernsaniert werden müssen“, sagt Marion Koch. „Das wird auf lange Sicht sehr viele Menschen betreffen.“

Spielraum bleibt

Die Erhebung von Straßenausbaubeiträgen entspreche dem Kommunalen Abgabegesetz, lasse den Gemeinden allerdings Spielraum bei der Auslegung oder Gestaltung ihrer Satzungen, erklärt die Halingerin Marion Koch. Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus könnten in Menden leicht Kosten in fünfstelliger Höhe auf die Besitzer zukommen, rechnet Marion Koch vor.

Extra nach Halingen gefahren

Der Arbeitskreis Halinger Dorfstraße steht in regem Austausch mit anderen Mitstreitern der Petition bundesweit. Doch auch vor Ort werden noch Unterstützer gesucht. Der Arbeitskreis hofft auf Geschäftsinhaber, die in ihren Ladenlokalen die Petition bewerben wollen und Unterschriftenlisten auslegen (Kontakt: dorfstrasse@halingen.de). Bei Gartenbau Felten, der Bäckerei Tillmann und der Imkerei Blum liegen die Unterschriftenlisten bereits aus. „Es sind extra Bürger aus Menden nach Halingen gefahren, nur um ihre Unterschrift zu leisten“, erzählt Marion Koch. Zudem verzeichnet der Arbeitskreis „immens viele Zugriffe auf die Internetseite www.halingen.de mit dem Suchbegriff ,Halinger Dorfstraße’“.

Petition verlängert

Die Petition gegen die bisherige Beitragspraxis sollte ursprünglich im Oktober enden, jetzt wurde sie bis April verlängert. Marion Koch: „Die Petition wurde jetzt noch mal verlängert bis April, weil jetzt so richtig Schwung in die ganze Sache gekommen ist.“

Quelle: Westfalenpost

Schnadegang 2018

Die Dorfgemeinschaft Halingen e.V. lädt zum diesjährigen Schnadegang am

Sonntag, 23. September

ein.

Start ist um 13:30 Uhr auf dem Parkplatz an der Halle.
Von hier aus wandern wir zum Wasserwerk Westfalen. Hier beginnt die Grenzbegehung. Die Wanderstrecke beträgt insgesamt etwa 10 km.

Nach einer Zwischenrast am Schnadedenkmal erreichen die Wanderer um ca. 16:30 Uhr den “Halinger Hof”, wo wir den Tag gemütlich ausklingen lassen.

Wir freuen uns auf rege Teilnahme!

Links und Hinweise zum Straßenausbau

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht von Artikeln, die sich jeweils in einem neuen Browserfenster öffnen. Gemäß Disclaimer ist die Dorfgemeinschaft Halingen e.V. nicht für den Inhalt der Links verantwortlich, sondern stellt sie lediglich für alle Interessierten zur Verfügung.

Aus Halingen kommt der Honig im Briefumschlag

Halingen. Seit Michael Blum neun Jahre alt ist, imkert er. Seine Leidenschaft für die Bienen und den Honig hat er von seinem Großvater.

„Vooooorsichtig und ruhig bleiben“, ruft Michael Blum seinen Besuchern zu. Eine Gruppe von Nachbarskindern stapft durch seinen Garten. Hibbelig wuseln sie durcheinander. Denn sie wollen unbedingt die Bienen von Michael Blum erforschen. Der Halinger ist Hobby-Imker mit Leib und Seele.

Um an den Honig zu kommen, schaben die Kinder die Waben frei. Anschließend wird der süße Saft herausgeschleudert.

69 Bienenvölker tummeln sich im Garten von Blum. Unweit des frisch gepflanzten Blühstreifens summen sie leise. Ein beißender Geruch liegt in der Luft. Es riecht verbrannt. Doch das soll auch so sein. Denn um den Kindern das Leben der Insekten näherzubringen, ist eine Rauchkanüle wichtig. Sie simuliert einen Waldbrand und sorgt dafür, dass sich die Tiere ins Innere ihres Bienenstocks zurückziehen. Kleine Rauchschwaden hüllen die Bienen ein – und legen die Königin frei.
2000 Eier legt die Bienenkönigin pro Tag. In diesem Jahr hat jede neue Königin einen roten Punkt. „Da ist sie“, rufen die Kinder aufgeregt. Zwischen tausenden Drohnen und Bienen krabbelt sie über die Waben. „Die Königin frisst nicht selbst, sie wird gefüttert“, erklärt ihnen Blum.

2 Jahre lang ist eine Königin im Schnitt in einem Volk. Dann lässt ihre Leistung nach und sie muss das Volk verlassen. Blum setzt dem zehnjährigen Danil eine Drohne auf die Hand. „Das kitzelt“, sagt der Junge. Die Drohnen sind dieser Tage relativ inaktiv. Sie werden von den weiblichen Bienen Stück für Stück aus dem Volk verdrängt. Denn die Winterruhe rückt näher und um zu überleben, müssen die gefräßigen Drohnen zurückgelassen werden.

Rund 50 000 Bienen umfasst ein Volk zur Hochzeit im Mai.

16 Tage dauert es, bis eine Bienenkönigin schlüpft. 21 Tage sind es bei weiblichen Bienen, 24 bei Drohnen. Nach der Besichtigung schlurfen die Kinder in den kleinen, bemalten Anbau Blums. Dort geht es für die Besucher daran, die Waben zu entdecken. Mit einer Art überdimensionalen Gabel schaben sie die versiegelten Kammern frei, um in der Schleudertrommel an den Honig zu kommen. „Einer nach dem anderen“, ruft Blum den Kindern zu.
25 Kilogramm Honig liefert ein Bienenvolk im Schnitt pro Jahr. Dabei gibt es die Früh- und Spättracht. Die erste Honigernte, so Blum, findet Ende Juni statt, die zweite Ende Juli oder Anfang August. Anschließend muss der Imker die Bienen bereits auf die Winterruhe vorbereiten. Mit Zuckerwasser oder Futtersirup füttert er die Tiere ein und sicher so das Überleben der einzelnen Völker.

50 000 Bienen beherbergt ein Volk zur Spitzenzeit im Sommer. Während die Kinder nacheinander den Honig schleudern, erklärt Blum, dass das Bienensterben nicht so akut ist, wie viele es sich vorstellen. Bei Wildbienen komme es zwar zu Problemen, „die Imkerei ist allerdings stark im kommen, selbst in Städten“, so der 40-Jährige. Blum gibt zu bedenken, dass ein geringerer Pestizideinsatz auch deutlich weniger Probleme mit sich brächte. Am Ende der Führung sind Kinder und Eltern so begeistert, dass sich einige den frischen Honig einpacken lassen.

Quelle: Westfalenpost