Presseschau

Der Schnadegang war ein voller Erfolg

Halinger Jubiläums-Schnadegang lockt über 150 Teilnehmer

Wo lebt der Dachs und welche Tiere halten Winterschlaf? Das sollten die teilnehmenden Kinder bei der Waldrallye, anlässlich des Schnadegangs beantworten. Denn in diesem Jahr war die Grenzbegehung in Halingen etwas Besonderes und wurde entsprechend größer aufgezogen.
1719 fand laut Aufzeichnung erstmals ein Halinger Schnadegang statt, der sich damit zum 300-sten Mal jährte. Zusätzlich wurde das 25-jährige Bestehen der Dorfgemeinschaft Halingen gefeiert. Sie wurde anlässlich der Planungen und Organisation der Feierlichkeiten des 900 jährigen Dorfjubiläums gegründet und ist seit dem auch Ausrichter der Schnadegänge. Anlass genug also, ein größeres Fest für alle Halinger auszurichten bei dem die Gemeinschaft, das Feiern und die Pflege der Tradition im Vordergrund stehen sollten. So wurden sowohl die älteren als auch die jüngsten in das Programm miteinbezogen.

Normalerweise geht die jährliche Grenzbegehung über Stock und Stein und an Bachläufen entlang, dieses Mal ging es zunächst über Asphalt und dann über breite Wanderwege direkt zum Schnadedenkmal am Binkesberg, das 1969 errichtet wurde. Wer nicht so gut zu Fuß war, wurde mit Trecker und Planwagen zum Denkmal gefahren und die Kinder lösten mit viel Enthusiasmus die Ihnen gestellten Fragen der Waldrallye. Für den Rückweg teilten sich dann Jung und Alt die Plätze auf dem Planwagen. Bei einem kleinen Festakt, erinnerte Rolf Bartkowiak an die Historie und den Grundgedanken ehemaliger und heutiger Schnadezüge und Sebastian Arlt richtete als Vertreter der Stadt einige Grußworte an die rund 150 Teilnehmer. Trotz fehlender Infrastruktur hatten Jürgen Mittelstädt und einige fleißige Helfer eisgekühlte Getränke und selbst gebackenen Kuchen für die Schnadegänger bereit gestellt.

Der Abschluss der Feierlichkeit fand an der ehemaligen Schulaula statt, die man noch um ein Zelt erweitert hatte. Bierwagen, Gulaschsuppe, Hot Dog und Stockbrot sorgten für die Versorgung der Halinger bis in den späten Abend. Friedhelm Schlottmann, der die Planung des diesjährigen Schnadegangs übernommen hatte, erläutert: „Um den Brückenschlag zum Jubiläum zu schlagen, haben wir eines der Grenzhäuser von der 900 Jahresfeier aufgestellt. So kamen schon bei der Ankunft am Festplatz bei vielen die tollen Erinnerungen an dieses einzigartige Event auf. Wir haben dann noch zusätzlich bei Einbruch der Dämmerung den Film zum 900-jährigen Dorfjubiläum von 1996 und einen Film über das Vereinsleben in Halingen von 1994 gezeigt. Diese Filme haben wir auch digitalisiert und die DVDs können über die Dorfgemeinschaft bezogen werden.“ Am Ende waren sich alle einig: Halingen versteht es, Traditionen zu pflegen und zu feiern.

Fotos und Text: Susanne Bode